Wie Mülltrennung in privaten Haushalten funktioniert

In jedem Haushalt wird tagtäglich jede Menge Müll, angefangen bei leeren Flaschen über Restmüll bis Altpapier produziert. Dieser wird in Deutschland fein säuberlich getrennt. Weit über die Landesgrenzen hinweg sind die Deutschen dafür bekannt, ihren Müll sorgsam in grüne, braune, graue, gelbe und blaue Tonnen zu verteilen.

Doch wie behält man hier noch den Überblick? Wo kann ich die Mülltrennsysteme in der oft flächenmäßig begrenzten Küche platzsparend und hygienisch unterbringen?

Mülltrennung in Privathaushalten

Kriterien

Auch wenn der Kauf eines Mülltrennsystems nicht zu den beliebtesten Anschaffungen zählt, sollte man sich genau überlegen, wofür die Mülleimer benötigt werden. Welche Kriterien sollte man also bei einem Kauf eines Abfall-Eimers mit Mülltrennsystem in Betracht ziehen?

  • Hygiene ist in jedem Haushalt das A und O, deswegen sollte der Müll gut abgeschlossen und geruchsarm verstaut werden
  • die Art der Schließtechniken, also mit Tretpedal zum Öffnen oder ein Schwingdeckel
  • die verarbeiteten Materialien sollten widerstandsfähig, langlebig und gut zu reinigen sein
  • die Kapazität muss der Müllproduktion angepasst sein. Beispielsweise wird Bio-Müll aufgrund der Geruchsbildung öfter entsorgt als der Papiermüll, daher sollte der Mülleimer in der Küche für Bio-Müll nur 5 bis 10 Liter Fassungsvermögen haben. Im allgemeinen gilt für normalen Hausmüll ein mittleres Fassungsvermögen zu wählen,
  • Gerade bei Platzmangel kommt es auf die Funktionalität des Mülltrennsystems an und sollte den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Beispielsweise ist ein „offenes“ System besser, wenn mehrere Personen im Haushalt wohnen und der Müll-Eimer oft bzw. gleichzeitig benutzt wird.
  • der Preis beläuft sich beim einfachen Mülltrennsystemen auf 50-80 Euro, dagegen belaufen sich die Mülltrennsysteme zum Einbauen je nach Ausstattung auf 100-200 Euro

Treteimer

Die einfachste und preiswerteste Lösung ist ein Treteimer mit Mülltrennsystem, die in zwei bis drei separat entnehmbare Eimer aufgeteilt sind. Der Tretmechanismus trägt zur hygienischen Abfallentsorgung bei, da die Hände und der Müll nicht mit dem Mülleimerdeckel in Berührung kommen.

Die verarbeiteten Materialien sind abhängig vom Modell Plastik oder Edelstahl, also recht langlebige Stoffe, die auch leicht zu reinigen sind. Die Geruchsbildung ist bei diesem „offenen“ System natürlich höher, auch die Optik ist nicht unbedingt ideal, obwohl das Design der Mülleimer schon sehr verbessert wurde.

Einbau-Mülltrennsysteme

Diese Mülltrenner können in Küchenunterschränke mit Türen oder Schubladen eingeschraubt werden und mittels eines Schienensystems herausgezogen werden. Hier gibt es Einbaumülleimer für zwei bis vier unterschiedliche Müllkästen. Da der Raum im Küchenschrank begrenzt ist, verringert sich die Kapazität der Eimer mit steigender Zahl, d.h. 2 Eimer á 20 l oder 4 Eimer á 10 l. Viele Anbieter haben die unterschiedlichen Kapazitäten für verschiedene Müllarten berücksichtigt und Mülltrennsysteme mit kleineren, mittelgroßen und großen Eimern entwickelt. So kann man den Müll im Schrank geruchsarm, hygienisch verstauen und muss ihn noch nicht mal sehen.

Wer Babies oder Kleinkinder zu Hause hat, ist dankbar, wenn der unhygienische Abfall vor den neugierigen Händen weggeschlossen werden kann. Preismäßig liegen die Mülltrenner zum Einbauen ungefähr um das doppelte höher als „offene“ Systeme.

Fazit

Wer es sich platzmäßig und preismäßig erlauben kann, bewahrt seinen Müll geruchsarm und sicher in einem Einbau-Mülltrennsystem auf. Dabei sollte auf eine sinnvolle Kapazität und langlebige, widerstandsfähige sowie leicht zu reinigende Materialien geachtet werden, die bei beiden besprochenen Modellen gegeben sind.

Wichtig ist auch die Funktionalität des Abfalleimers im Alltag, der in einem Single-Haushalt natürlich ganz anders aussieht als bei einer Großfamilie.

Bild von wolfseye art via flickr.com