Mülleimer für den Garten

Komposter-Abfalleimer-fuer-den-Garten

Wohin mit Müll im Garten?

Ob Rasenschnitt, Laub, oder die organischen Reste der letzten Gartenfeier – was mit diesem Müll passieren muss, kann und darf, ist Vielen unklar. Thermokomposter und Biotonne sind die bekanntesten Möglichkeiten der Müllentsorgung, aber es gibt durchaus auch Alternativen. Doch die Abfallentsorgung ist nicht ganz einfach, denn es gibt eines zu beachten.

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Der Kompost – ein Mülleimer im Garten

Ein Komposthaufen oder ein moderner Komposter sind natürliche Methoden, Müll zu verwerten. Durch das Kompostieren entsteht nährstoffreicher Humus, der dem Garten wieder zugeführt werden kann. Allerdings ist davor Arbeit nötig: der Kompost muss gebaut werden, der Abfall vermischt (aber nie verdichtet), der Humus selbst regelmäßig umgeschichtet … Es dauert circa sieben Monate, bis der Kompost zersetzt ist und sich als Gartenerde verwenden lässt.

Ein gekaufter Kompostbehälter und biologischer Beschleuniger helfen, diese Zeit zu verringern.

Mit der Biotonne den Müll wegschaffen lassen

Die Biotonne ist eine staatlich Option der Müllentsorgung, die Teil des umfangreichen deutschen Recycling-Systems ist. Je nach Landkreis gibt es verschiedene Varianten: manche trennen Braune und Grüne Tonne für Hausmüll und Gartenmüll, manche haben nur einen Abfalleimer für beides, in manchen ist die Grüne Tonne sogar für nicht-organischen Müll vorgesehen – informieren Sie sich bei der zuständigen Behörde. Für die Inanspruchnahme einer Braunen Tonne muss manchmal Geld gezahlt werden, und wenn eine Gebühr anfällt, dann für jedes Grundstück.

Außerdem sollte die Tonne zum Vorbeugen von Ungeziefer und Gerüchen gründlich gereinigt werden. Der Vorteil ist die regelmäßige Abholung und Entlastung des Gartenbesitzers.

Wann eignet sich der Komposter, wann die Tonne?

  • eifrige Hobbygärtner: Kompost – liefert kostenlos jedes Jahr frische Bio-Erde
  • sehr kleiner Garten: Braune Tonne – ein Mülleimer im Garten ist nicht schick, nimmt aber wenig Platz weg
  • gelegentliche Gärtner, aber häufige Gartennutzer: Braune Tonne- die braucht weniger Arbeit
  • ein Garten, der selten genutzt wird: Kompost – für den fallen keine Gebühren an
  • ein mittelgroßer Garten in einer geteilten Anlage: Kompost – der entwickelt keine unangenehmen Gerüche
  • Gärtner mit körperlichen Beschwerden: Kompost – die mit ihm verbundene Arbeit ist leicht im Vergleich zur regelmäßigen Reinigung der Braunen Tonne
  • keines der oben genannten: vielleicht passt ja eine der Gartenmüll-Alternativen zu Ihnen

Alternativen: Verbrennung und Sammelstellen

Wer keinen passenden Abfalleimer für den Gartenmüll findet und auch keinen Komposter nutzen möchte kann sich an die Gemeinde wenden. Laut deutschem Recht muss die mindestens eine Sammelstelle für Gartenmüll bereitstellen. Die öffentlichen Sammelstellen nehmen jedoch nur an, was die private Entsorgung nicht schafft (also keine Küchenabfälle, sondern große Mengen Rasenschnitt oder der Weihnachtsbaum, zum Beispiel) – auf der anderen Seite haben sie auch eine Höchstabnahmemenge. Wem die nicht reicht, der kann sich an private Kompostfirmen oder Gartenfachbetriebe wenden.

Dazu braucht man natürlich ein Transportmittel. Wer keines zur Verfügung hat, kann den Müll (Gras, Äste, etc – auf keinen Fall Hausmüll) auch auf dem eigenen Grundstück verbrennen. Dafür müssen jedoch strenge Regeln beachtet werden: Brennwochen, Mindestabstand zum Haus, Rauchentwicklung … Am sichersten ist es, sich genau über die Gesetzte des spezifischen Bundeslandes zu informieren. Als letzte Alternative, besonders gut für viel Astabfall geeignet, soll hier der Häcksler genannt werden. Er zerkleinert die Zweige und Äste zu Mulch, über den sich der Gärtner im Winter freut. Auch die geordnete Nicht-Entsorgung ist eine Option: Laub im Herbst auf einen Haufen sammeln, dann bietet es Igeln einen Unterschlupf.

Achtung! Das ist wichtig zum Thema Müll im Garten

Jede der oben genannten Möglichkeiten ist nur für organischen/biologischen Müll geeignet: die kaputte Schaufel, die löchrigen Gartenhandschuhe und die halbleere Flasche Grillanzünder müssen auf andere Wege durch die entsprechenden Tonnen und Sammelstellen entsorgt werden.

Auch weniger offensichtliche Dinge, wie kaputte Gartenzäune, sind zwar Müll aus dem Garten, aber keinesfalls Gartenmüll: das Holz des Zaunes ist mit hoher Wahrscheinlichkeit lackiert und damit nicht für den Kompost geeignet. Private Sammelstellen nehmen solchen nicht-organischen Müll gegen Bezahlung an. Sowohl auf den Kompost als auch in die Braune Tonne gehören keine Plastikbeutel, verpackte Lebensmittel oder nasser Abfall.

Bild von Last Hero via flickr.com