Vorschriften zur Mülltrennung

Das Thema Mülltrennung ist in Deutschland regelmäßig Gegenstand der Berichterstattung in den Medien. Ein Grund dafür ist die stetige technische Weiterentwicklung im Rahmen der Automatisierung der Abfalltrennung sowie der Verwertung von Reststoffen. Zum anderen aber ändern sich auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen immer wieder.

Diese reichen von örtlichen Satzungen bis hin zu zwingenden Vorgaben für die nationalen Gesetzgeber durch die Europäische Union. Entsprechend stark ausdifferenziert werden die einzelnen Bestandteile des Abfalls inzwischen getrennt und entsprechend schwerer wird es für Privathaushalte, eine diesen Vorgaben genügende Trennung auch wirklich vorzunehmen.

Keine zwingenden Vorschriften für Abfalleimer

Die gute Nachricht für private Abfalltrenner ist, dass eine gesetzliche Pflicht zum auseinander Definieren des im Haushalt anfallenden Mülls nicht besteht. Vielmehr kann im Zweifel fast alles im Restmüll entsorgt werden. Allerdings birgt die einfache Trennung zwischen Abfall und Nichtabfall ihre Tücken. Denn viele Stoffe sorgen im Restmüll für einen hohen Grad an Umweltbelastung. Allen voran sind hier Energiesparlampen zu nennen.

Da diese quecksilberhaltig sind, stellt deren Entsorgung über den Restmüll ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Und dies bereits im häuslichen Rahmen, falls die Lampe durch den nachgeschütteten Abfall bereits in der eigenen Wohnung zerbricht. Gleiches gilt für abgelaufene Arzneimittel, leere Batterien und kleineren Elektroschrott. Auch diese Formen von Abfall können zu einer Belastung der Atemluft oder des Grundwassers führen. Von daher steigert deren fachgerechte Entsorgung die Lebensqualität von allen.

Gesetze zum Thema Mülltrennung in Deutschland

Weniger Restmüll = weniger Gebühren

Vor allem aber lässt sich durch die konsequente Trennung von Abfall im eigenen Haushalt eine Menge Geld sparen. Denn die kleineren Tonnen für den Restmüll werden regelmäßig zu deutlich niedrigeren Gebühren entleert als große Abfalltonnen. Mit dieser Form des finanziellen Anreizes wurden in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gute Erfahrungen gemacht. Entsprechend geringer ist das allgemeine Aufkommen von Restmüll geworden. Wie aber stellt sich die Mülltrennung im Haushalt praktisch dar? Für den Küchenmülleimer in deutschen Küchen bedeutet das, dass in ihn keine Grünabfälle wandern.

Denn diese gehören getrennt gesammelt in die Biotonne. Weiterhin können alle mit dem grünen Punkt versehenen Verpackungsmaterialien, bei denen es sich nicht um bepfandete Gebindeformen handelt, kostenlos mit dem Gelben Sack entsorgt werden. Verpackungen aus Pappe, die nicht durch Lebensmittel verschmutzt sind, gehören dagegen ins Altpapier. Denn Weg in den Küchenmülleimer finden dann nur noch Nahrungsreste von Fleisch, Brot, Nudeln und Knochen sowie gebrauchte Reinigungsmaterialien wie Schwämme, Lappen oder Küchenpapier.

Im ganzen Haushalt richtig trennen

Auch jenseits der Küche macht es Sinn, im Haus den Abfall entsprechend den Möglichkeiten zu trennen. Ein Windeleimer zum Beispiel sollte nur Windeln und Reinigungstücher enthalten. Die für das Baby notwendigen Medikamente sollten dagegen fachgerecht durch Rückgabe in der Apotheke entsorgt werden.

Der Papierkorb im Arbeitszimmer sollte tatsächlich nur Papier enthalten. Der Restmüll sollte dagegen über einen zweiten Eimer oder einen entsprechenden Einsatz im Papiereimer getrennt entsorgt werden.

Bild von von e-magic via flickr.com