Aktenvernichter

Aktenvernichter statt Papierkorb

Aktenvernichter werden auch als „Reißwolf“ oder „Papier-Schredder“ bezeichnet. In größeren Betrieben ist heute in der Regel ein Datenschutzbeauftragter Teil des betrieblichen Ablaufes und überwacht unter Anderem das ordnungsgemäße Vorhandensein von solchen Geräten in jeder Abteilung, da Datenschutz in der digitalen und weitgehend gläsernen Gesellschaft eine immer größere Rolle spielt.

Der herkömmliche Papierkorb hat also ausgedient, während sich der früher verbreitete thermische Dokumentenvernichter wegen Feuergefahr als zu gefährlich erwiesen hat. Nicht jeder Mensch braucht indes zwingend oder gar gesetzlich vorgeschrieben ein professionelles Gerät zur Aktenvernichtung.

Streifen- oder Kreuzschnitt

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Papier-Schreddern: Solche, die einen Streifenschnitt praktizieren und Geräte, die einen Kreuzschnitt durchführen.

Beim Streifenschnitt werden die Papierseiten in kleine Streifen zerschnitten. Diese lassen sich im Prinzip und mit sehr viel Mühe wieder zusammen setzen, was aber bei nicht eben brisanten Papieren vermutlich niemand machen wird. Für den Hausgebrauch reicht ein solches Gerät eindeutig aus. Wer die Streifen zudem regelmäßig der Mülltonne übergibt, geht im Grunde kein Risiko ein.

Aktenvernichter-Rategber

Der Kreuzschnitt zerschneidet horizontal und vertikal und hinterlässt daher kleine Rechtecke. Diese wieder zusammenzufügen ist für einen Laien beinahe unmöglich. Ein Gerät mit Kreuzschnitt ist also sicherer, dafür aber lauter und dazu langsamer, da ein Gerät mit Streifenschnitt naturgemäß mehr Seiten gleichzeitig zerschneiden kann. Außerdem ist das Gerät mit Kreuzschnitt in der Regel teurer in der Anschaffung.

Moderne Geräte zumindest mit Streifenschnitt können auch Scheck- und andere Dokumentenkarten zerschneiden, was in größeren Betrieben häufig notwendig sein kann, wenn etwa Mitarbeiterausweise ersetzt werden müssen.

Verschiedene Sicherheitsstufen nach DIN:

Für verschiedene Arten des amtlichen Schriftverkehrs können gewisse Normen empfohlen oder auch vorgeschrieben sein. Hier wird definiert, wie groß die Reste der vernichteten Dokumente sein dürfen und ob darüber hinausgehend andere Maßnahmen mit den Resten zu ergreifen sind.

Insgesamt gibt es hier sechs Klassen, wobei die Klassen 5 („maximale Sicherheit“) und 6 (für geheimdienstliche Anwendungen) den Normalbürger nur selten betreffen werden.Die Stufen 2 („internes Schriftgut“), 3 („vertrauliches Schriftgut“) und 4 („geheimes Schriftgut“) spiegeln den betrieblichen Alltag wieder, während Stufe 1 („allgemeines Schriftgut“) auch im häuslichen Umfeld Verwendung finden kann, um normale Korrespondenz etwa vor den neugierigen Blicken der Kinder zu schützen oder diesen zumindest eine Bastelaufgabe zu geben…